Über die Konferenz

Das Internationale Kulturhistorische Symposion Mogersdorf ist eine Veranstaltung, die 1969 in der südburgenländischen Marktgemeinde Mogersdorf in Österreich ins Leben gerufen wurde. Die Veranstaltung, die im geisteswissenschaftlichen Leben des Burgenlandes und der übrigen Teilnehmerländer einen besonderen Stellenwert einnimmt, wird jährlich durchgeführt. Die Tagungsorte sind im Wechsel der Teilnehmerländer im Burgenland und in der Steiermark sowie in Ungarn, Slowenien und Kroatien.[1] Die Veranstaltungen sollen aber auch im Rahmen ihrer Möglichkeiten eine politische, friedensstiftende undvölkerverbindende Funktion wahrnehmen.

Im Rahmen des Symposions finden immer wieder kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Ausstellungen oder Vernissagen, aber auch Exkursionen statt.

Bereits 1964 entstand anlässlich des 300. Jahrestages der Schlacht bei St. Gotthard/Mogersdorf – ein vereintes christliches Heer hatte im Türkenkrieg 1663/1664 unter Generalleutnant Raimund Graf Montecuccoli dabei am 1. August die weit überlegenen Türkenbesiegt – die Initialzündung zum Kulturhistorischen Symposion Mogersdorf. Es sollte aber noch bis zum Jahr 1969 dauern, ehe es zum ersten Symposion in Mogersdorf kam, an dem ausschließlich Österreich beteiligt war. Dieses fand in der Zeit vom 28. Juli bis zum 2. August statt.

Bereits 1970 traten Slowenien und das ungarische Komitat Vas dem Symposion bei, womit die Bedeutung der Veranstaltung wuchs und der Grundstein zur Internationalität gegeben war. Kroatien ließ ebenfalls 1970 sein Interesse bekunden, an diesen Konferenzen teilzunehmen. Der endgültige Beitritt erfolgte aber erst 1972. Erst später kamen die Steiermark und das ungarische Komitat Somogy dazu.

Komitat Branau (Baranya) kamen im Jahr 2015 statt Komitat Somogy dazu.

Das internationale Organisationskomitee, das sich aus zwei bis drei Mitgliedern pro Teilnehmerland zusammensetzt, tritt jährlich dreimal zusammen. Die jeweiligen Mitglieder sind in ihren Ländern an unterschiedlichen wissenschaftlichen Institutionen tätig. Das Komitee nominiert die Referenten. Weiters berät und koordiniert es die Vorbereitung der jeweiligen Veranstalter. Jedes Land darf zwei Referenten stellen, die nicht zwingend aus dem jeweiligen Land stammen oder den Mittelpunkt ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit in diesem haben müssen. Die Referenten werden von jedem Land gesondert nominiert. Das Veranstalterland hält darüber hinaus das allgemein gehaltene Eröffnungsreferat.

Tagungsorte

  • Mogersdorf Österreich – in den Jahren 1969, 1970, 1971, 1975, 1979, 1984, 1989, 1994, 2000, 2006 und 2012
  • Graz Österreich – in den Jahren 1982, 1987, 1993 und 1999
  • Bad Radkersburg Österreich – im Jahr 2005
  • Fürstenfeld Österreich – im Jahr 2011
  • Köszeg Ungarn – in den Jahren 1972, 1976, 1980, 1985, 1990, 1996, 2001, 2007 und 2014
  • Maribor Jugoslawien (heute Slowenien) – im Jahr 1973
  • Sisak Jugoslawien (heute Kroatien) – im Jahr 1974
  • Radenci Jugoslawien (heute Slowenien) – in den Jahren 1977 und 1981
  • Osijek Jugoslawien (heute Kroatien) – in den Jahren 1978, 1983 und 1988,
  • Celje Jugoslawien (heute Slowenien) – in den Jahren 1986 und 2010
  • Rogaška Slatina Jugoslawien (heute Slowenien) – im Jahr 1991
  • Trakošćan Slowenien – im Jahr 1997
  • Ptuj Slowenien – im Jahr 1998
  • Koprivnica Kroatien – in den Jahren 2002 und 2013
  • Murska Sobota Slowenien – im Jahr 2003
  • Nagyatád Ungarn – im Jahr 2004
  • Varazdin Ungarn – im Jahr 2008
  • Balatonszárszó Ungarn – im Jahr 2009
  • im Jahr 2015 – kein Konferenz
  • Szigetvár Ungarn – im Jahr 2016